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Willkommen bei naturWANDERkultur

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unterwegs 2026

23. Mai - 30. Mai OSTTRIOL

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Fast vergessen scheint das Land an der Südseite der Hohen Tauern zu liegen. Dabei finden sich hier besondere Landschaftseindrücke. Besonders durch die gepflegten und immer noch bestoßen werdenden Almen zeigen sich die Grüninseln im besonderen Gegensatz zu den, die fruchtbaren Hochalmen einrahmenden, kargen Dreitausender. Alte Wirtschaftssteige verbinden die kleinen Almdörfer und steigen an bis nahezu an die Grenze des "ewigen" Eises. 

26. September - 03. Oktober PINZGAU

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Unterwegs werden wir sein in einer Landschaft, welche in der Zeit des Mittelalters ein Zentrum europäischen Bergbaues darstellte. Heute hat sich die Einnahmequelle gewandelt, seit der Durchführung der Ski-Weltmeisterschaft 1991 und 2025 ist die Region um Saalbach Hinterglemm als Wintersportzentrum weltweit bekannt. Mit dem Zusammenschluss der Skiregionen um Kitzbühel zudem eines der größten in Österreich. Im Sommer ist die Gegend noch weitgehend still, einsame Wegspuren führen durch die Reste ehemaligen Bergbaues hinauf zu wunderbaren Plätzen mit einmaliger Sicht. Die Steige und Wege bewegen sich in den „grünen“ Bergen der östlichen Kitzbüheler Alpen, einem geologischen „quasi-Einschub“ zwischen den nördlichen Kalkalpen und dem Alpenhauptkamm im Süden.

Zu den landschaftlichen Aus- und Weitblicken kommen kulinarische Einblicke in die traditionelle heimische Küche, eine Einkehr wird uns die vielschichtige Zubereitung von Pinzgauer „Blatt´ln“ auf den Gaumen führen - unser Bild der Region erweitert sich dabei.....

17. Oktober - 24. Oktober    ORTASEE

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Etwas versteckt liegt der Ortasee westlich des Lago Maggiore. Getrennt nur durch den Bergzug des Monte Mattarone, dessen höchster Punkt, 1.491 m, den See um ziemlich genau 1.200 Höhenmeter überragt. Flächenmässig zählt er zu den kleinsten unter den norditalienischen Seen, was aber dazu führt, dass er heute noch als Geheimtipp gehandelt wird. Der Besucherstrom zentriert sich auf den Hauptort Orta San Gulio welcher mit dem Sacro Monte, den Heiligen Berg, ein kulturelles Ensemble aufweisen kann welches seit 2005 als Weltkulturerbe der UNESCO gelistet wird. Abseits davon ist es still. Nur wenige Wanderer durchstreifen die Region um den See, welche jedoch weitere kulturelle und landschaftliche Höhepunkte aufweisen kann. Im Wechsel dieses Blickes, zwischen Natur und Kultur, zwischen Talblick zum See und Weitsicht in den Alpenbogen mit seinen mächtigsten, über 4000 Meter hohen Berggestalten werden sich unsere Wege bewegen.

Über Uns

naturWANDERkultur 

MEINE LÄRCHENlebensSPIRALE

 

 

 

 

Eine Tür öffnet sich zu den frühesten Erinnerungen meiner Kindheit: über eine Bodenschwelle zieht sie hinein in die Stube meines Elternhauses. In dieser Zeit, neben der Küche, der einzig beheizbare Raum unseres „Zuhauses“, nahezu zur Gänze aus Lärchenholz. Der Geruch, welchen ich immer noch in mir habe, lässt Bilder entstehen. Je nach Sonneneinstrahlung der kleinen, gegen Westen gerichteten Fenster änderte sich die Intensität des rötlichen Schimmers an der Holzoberfläche. Diese war unterschiedlich bearbeitet, gröber die Bodendielen, fein dagegen die Täfelung und das Mobiliar. Charakteristisch auch, so wurde es immer betont, die reduzierte Anzahl an Ast-Augen.

 

 

Von Lörchenbaum

...“In Schlesien aber würt er überflüssig gefunden/ also das man auch mit seinem holz die stuben täfelt“.

Fuchs, Leonhart, Das Kräuterbuch von 1543

 

 

Großvater hatte eine Hütte gebaut, etwa in mittlerer Höhe der Nordabhänge gegen die Stubaier Alpen hinauf. Die Umgebung zeigte sich dort durch die dichten Fichtenwälder eher düster, wurde die Gegend auch als „Höll“ und „Nösslach“ bezeichnet. Meine Sehnsucht, bereits während meiner Schulzeit, begehrte zur anderen Talseite, zu den lichten Abhängen der Kalkberge, zur Sonnenseite hin, in eine Gegend welche „Zu den Mähdern“ oder „Bei den sieben Stadeln“ genannt wurde. Lichte Lärchenbestände dominieren hier die Landschaft, Gedanken versuchten Wald und Wiese zu trennen: ich erkannte aber bald die gegenseitige Abhängigkeit, welche durch Mithilfe bei der Herbstmahd fundiert wurden.

 

 

Das Buch der Natur

...“Zu jedem Baum muß man hingehen und fühlen, er ist ein Wesen wie ich, mit Jugend, Wachstum, Krankheit, Unglück und Tod.

Er ist ein Bruder“.

Hans von Hoffensthal

 

 

Getroffen haben wir uns im Tal, bei der familieneigenen Säge. Die Welt meiner Sinne wurde hier in eine Welt der Praxis umgeformt. Mein Wissen im Umfeld der Anschauung bereichert durch Differenzierung einzelner Holzarten, im direktesten wahrnehmbar in der Verwendung von Nadelholz zum Blockbau und der konträren Verarbeitung von Laubholz beim Fachwerksbau. Mein Blick verschärfte sich zu einem tieferen Verständnis, demnach verrät die Lärche ihre Eignung zur hochwertigen, verwindungsfreien Nutzung im Bereich zum Wipfel hin. Zusätzliches auflegen der Hand, wobei sich die Faser zum Daumen drehen sollte, unterstützte die Eignungsprüfung vor dem Sägen.

 

 

Heimgang im Herbst

„Über Wiesen hinab,

umflammt von der Lärchen goldenen Fackeln,braun und knisternd vom Reif“.

Hubert Mumelter

 

 

Zeitverzögert, im Vergehen der Jahre, eröffnete sich eine andere Welt des Waldes. Lergetporer, der Name einer Mitschülerin konzentrierte meinen Blick auf eine weitere Dimension. Bäume wurden in Kontext mit dem familiären Kräuterwissen von mir immer außer Acht gelassen. Dabei wurde mir im Herbst immer der Rat gegeben, kleine Harzstücke der Lärche zu kauen. Der Name weitete meine Neugier auf eine alte Verwendung von Nadelhölzern in Tirol. Neben der Verwendung von „Lörget“ zur Abdichtung, war dieses Harz auch ein wesentlicher Bestandteil der Volksmedizin, wobei sich diese Nutzung bis in das frühe 16. Jahrhundert nachweisen lässt.

 

 

Zehn Bücher über Architektur

„Ihr Holz ist lang und eignet sich für Tischlerarbeiten nicht weniger als Tannenholz,

hat ein flüssiges Harz von der Farbe attischen Honigs, das auch Lungenkranke heilt“

Vitruv, ca. 30 v. Chr.

 

 

 

 

 

Im Weiteren führten meine Wege spiralförmig, ähnlich den Lärchennadeln, durch die Alpen. Entdeckt habe ich dabei unterschiedlichste Vertreter der Art: Urlärchen im Talbereich und Wetterlarch hoch an der Waldgrenze. Besonders in Erinnerung blieb ein Exemplar am Weg zum Triglav, karg an eine Felswand gekrallt. Neben diesen „Einsamen“, welche im Herbst nahezu brennende „Kerzen“ bildeten, beobachtete ich auch verschiedenste Ausformungen in der „Waldbildung“. Auch der Salten lag an diesen Wegen, schlängelt sich hier doch der über dreitausentzweihundert Kilometer lange Europäische Fernwanderweg E5 hindurch. Überrascht fand ich wieder mein, seit Kindertagen geprägtes Bild der Lärche im Wechselspiel zwischen Wiese und Baum. Offen liegen die Bäume an einem, nach Südwesten ausstrahlenden Rücken, wobei sich der Blick  nach außen öffnet: gegen Morgen hin zu den Kalkriesen der Dolomiten und, entgegengesetzt, zum Abend hinein in die Gletscherwelt von Adamello, Presanella und Ortler. Beim Streunen durch diese lichte Stille fand ich auch „angebohrte“ Lärchen, welche mir einen Blick nach Innen erlaubten, mir dabei die Erinnerungen an das Lörget in Gedächnis zurückholten.

 

 

Am Salten

...„Das ist ein einziger Lärchenhain, so groß und weit, wie in Gott erschaffen hat.

Da ist es schön, wenn der Frühling seine bunte Blüten über alle Gründe webt, wenn träumerisch und still der Sommer darüber ruht und alle Krummschnabellieder schlafen. Da steht Baum an Baum in seinen goldbraunen Mantel gehüllt.

Die Sonne flicht Gold in alle Zweige, als sehe man eine Feuerlohe, und darüber strahlt der tiefblaue Himmel.“

Paul Tschurtschenthaler, Berg- und Waldwege in Südtirol,1947

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